02.10.2025 | Die IG Metall und die Arbeitgeber der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben sich in der vierten Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss geeinigt. Ab dem 1. Januar 2026 steigen die Entgelte um 1,75 Prozent, während die Auszubildenden eine überproportionale Erhöhung ihrer Vergütung um 75 Euro erhalten. Die Einigung kam erst in letzter Minute zustande – kurz vor Ablauf der Friedenspflicht und unter dem Druck drohender Warnstreiks. Die Verhandlungen waren von großer Unzufriedenheit auf Seiten der IG Metall geprägt, da die Arbeitgeber sich lange kaum bewegten und eine schnelle Einigung verweigerten. Verhandlungsführer Knut Giesler sprach von einem „schwierigen Ergebnis“, das jedoch der Verantwortung gegenüber den Beschäftigten gerecht werde. Auch wenn das Ergebnis nicht euphorisch gefeiert wurde, wurde es als angemessen für die aktuelle Lage bewertet. Die Einigung muss nun noch von der Tarifkommission und dem Vorstand der IG Metall bestätigt werden.