27.03.2026 | Zum Internationalen Frauentag zeigte eine IG‑Metall‑Veranstaltung eindrucksvoll, wie sehr die Schulmedizin noch immer am männlichen Körper orientiert ist. Die Referentinnen Sibylle Leipold und Hannah Rösler gaben spannende Einblicke, die zu lebhaften Diskussionen führten – von persönlichen Erfahrungen bis zu politischen Forderungen.
Warum Frauen beim Herzinfarkt Bauchschmerzen haben…
…und Männer trotzdem früher sterben.
Anlässlich des Internationales Frauentags hatte die IG Metall für den 17. März zu einer Veranstaltung im Bahnhof Langendreer eingeladen. Gut 30 Frauen lauschten gespannt dem Vortrag der Bochumer Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Sibylle Leipold sowie der Ärztin in Weiterbildung, Hannah Rösler. Anschließend gab es Raum für vielfältige Fragen und Diskussionen.
Die beiden Referentinnen verdeutlichten sehr anschaulich und praxisnah, wie sehr die Schulmedizin am männlichen Geschlecht ausgerichtet ist. Obgleich seit gut 25 Jahren wissenschaftlich erwiesen ist, dass Frauenkörper bei bestimmten Krankheiten oder Leiden andere Symptome aufweisen, scheint dies in der Forschung und ärztlichen Praxis noch immer nicht durchgedrungen zu sein. So wird zum Beispiel ein Herzinfarkt bei Frauen seltener oder später erkannt und entsprechend auch behandelt.
Im Anschluss an den etwa 45-minütigen Vortrag gab es Raum für den gemeinsamen Austausch. Dabei erstreckte sich die Bandbreite von sehr persönlichen Erfahrungsberichten bis hin zu politischen Forderungen. Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend und alle Teilnehmenden lobten die tolle Veranstaltung.
Der Ortsfrauenausschuss bedankt sich bei allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Dazu gehören neben den Referentinnen auch die Kolleginnen, welche beim Dekorieren geholfen oder das wunderbare Buffet zubereitet haben.
(JT)