31.03.2026 | Die erste Veranstaltung der dreiteiligen Reihe „Rettet des Sozialstaat!“ beschäftigte sich mit der Frage: Wie sozial gerecht ist Deutschland? Am 24. März konnten die Teilnehmer unter der Leitung von Volker Bregulla in einem „Sozialstaatsquiz“ aktiv ihr eigenes Wissen über den Sozialstaat testen und so die grundlegenden Prinzipien des Sozialstaats erarbeiten.
Im Anschluss wurden die Antworten einiger Fragen daraufhin überprüft, ob sie das Kriterium „gerecht“ erfüllten. Dabei stellte sich im Abstimmungsverhalten der Teilnehmenden heraus, dass die Meinungen individuell stark voneinander abwichen, der Gerechtigkeitsbegriff also sehr subjektiv interpretiert wird.
Im zweiten Teil der Veranstaltung referierte Volker über die Zusammenhänge, aber auch die Widersprüche, die sich in den sozialen Sicherungs- und Versicherungssystemen finden.
In der Folge ging es um den Aspekt der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme durch Beiträge der Versicherten und Zuschüsse des Staates aus Steuermitteln. In diesem Zusammenhang kam der Begriff Steuergerechtigkeit ins Spiel. Die Komplexität des deutschen Steuersystems beinhaltet eine Vielzahl von Bevorzugungs-, Benachteiligungs- und Lenkungstatbeständen, die einigen Personenkreisen erhebliche Vorteile verschaffen. Konkretisiert wurde dies an einigen praxisnahen Beispielen. Abschließend diskutierte die Versammlung über Vorschläge für ein gerechteres Steuersystem in Deutschland, in dem alle nach ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und ihren finanziellen Möglichkeiten besteuert werden.
Im zweiten Teil der Veranstaltungsreihe „Rettet den Sozialstaat“ am 30. Juni 2026 wird es um die Sicherung und Weiterentwicklung der sozialen Sicherungssysteme gehen. Für dieses Thema steht Dr. Michael Spörke vom SoVD NRW als Referent zur Verfügung.
VB