20.08.2026 | Zum ersten Mal organisierten die Kolleginnen und Kollegen des Vorstandes des Dortmunder AGA Ausschusses einen Sommertreff am 12.08.2026. Insgesamt 18 Interessierte lauschten bei strahlendem Sonnenschein den einführenden Worten des Kollegen Karl-Heinz Kleinhans, der als sachkundiges Hörder Kind und ehemaliger Betriebsrat, den Spaziergang auf den Spuren der ehemaligen Hermannshütte und der Transformation hin zum Phönixsee lebhaft gestaltete.
Treffpunkt des Spaziergangs war die schlanke Mathilde in der Hörder Mitte. Das Wahrzeichen wurde 1983 von den Auszubildenden der Hütte rekonstruiert und ist heute das Wahrzeichen von Hörde. Das Stahlwerk mit einer sehr langen Tradition gab jahrzehntelang tausenden Menschen Arbeit. Dort, wo früher Stahl produziert wurde, ist heute ein Gebiet mit einem See, attraktiven Grünflächen und modernen Häusern und Wohnungen entstanden. Im September 2006 begannen die Arbeiten auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände und heute erinnert nur noch ein Thomas-Konverter auf der Kulturinsel an die frühere Verwendung des großen Areals.
Leider hat auch das Mahnmal für die Dortmunder Zwangsarbeiter des 2. Weltkrieges nur ein verstecktes Plätzchen an einer Ecke der Insel gefunden.
Die Anzahl der letzten 1000 Arbeitsplätze im Stahlwerk, die durch die endgültige Schließung verloren gingen, konnte, laut Kollege Kleinhans, durch die Ansiedlung von neuen Firmen am Phönixsee wieder angeboten werden. Ein Beispiel für Transformation im Ruhrgebiet.
Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Hütte wurde unter Denkmalsschutz gestellt und zu Wohnungen unterschiedlicher Größe umgebaut. Auch die Verwaltung Burg Hörde und der Erweiterungsbau stehen unter Denkmalsschutz und beherbergen heute eine Weiterbildungsakademie.
Besichtigt wurde auch das Viertel mit den Villen der ehemaligen leitenden „Beamten“ der Hütte, die eine kleine Oase - versteckt neben einer Durchgangsstraße - bilden.
Nach dem informativen Spaziergang gab es dann bei kühlen Getränken und leckerer Wurst die Gelegenheit zum Klönen. Ein ganz großes Dankeschön an den Kollegen Kleinhans für den tollen Nachmittag. Einig waren sich alle: Auch in 2027 soll wieder ein Sommertreff angeboten werden. - Stahlgeschichte ist in Dortmund nicht nur einmal zu finden -
CW