AGA Ruhrgebiet Mitte

AGA gegen Rechts

20.09.2025 | Mitglieder der AGA Bochum, Dortmund, Herne und Lünen haben an einem dreitägigen Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema „Die Demokratie schützen – Rechtsextremismus bekämpfen“ vom 15. bis 17. September in Meschede teilgenommen.

Am ersten Seminartag wurde unter dem Thema „Die Wurzeln des Rechtsextremismus“ die Entstehung sowie die Entwicklung des Rechtsextremismus in Deutschland bis zum Nationalsozialismus behandelt. In Filmausschnitten wurde gezeigt, wie die Nationalsozialisten mit Hilfe von Sprache  und Ausnutzung der demokratischen Möglichkeiten in der Weimarer Republik ihre völkische Ideologie durchsetzten und so letztlich die Demokratie zu Fall gebracht und durch die Nazi-Diktatur ersetzt zu haben.

Im Mittelpunkt des zweiten Tags standen die verschiedene Aspekte des Rechtspopulismus sowie die aktuellen Versuche von rechten, der AfD nahe stehenden Vereinigungen, die Mitbestimmungsorgane der Arbeitnehmer zu unterwandern. Weiterhin wurde mit authentischen Videos gezeigt, wie die Vordenker in der rechtsextremen Szene ihre Ideologie entwickeln und die Umsetzung ihrer Ziele planen.

Der dritte Tag beschäftigte sich mit der Geschichte des Rechtsextremismus in Deutschland nach 1945. Schwerpunktmäßig wurde die Wandlung der AfD seit ihrer Gründung im Jahr 2013 von einer wirtschaftsliberalen zu einer heute rechtsextremistischen Partei betrachtet - sowohl personell als auch programmatisch. Videos, in denen Redebeiträge von AfD-Politikern gezeigt wurden, machten deutlich, wie die Partei mit Provokation und Populismus die Bevölkerung von sich überzeugen will. Dabei konnten die Teilnehmer an vielen Stellen Übereinstimmungen mit den Positionen und der Vorgehensweise der Nationalsozialisten in der Weimarer Republik und im III. Reich feststellen.

Mit der Mischung aus Vortrag, Medienpräsentationen und Diskussionen konnten die Referenten Veit Vosshans und Volker Bregulla den Teilnehmern das umfangreiche Thema Rechtsextremismus auf abwechslungsreiche Art und Weise überzeugend vermitteln.

In der abschließenden Reflektionsrunde am Ende des dritten Tages zeigten sich die Teilnehmer sehr zufrieden mit der Durchführung des Seminars. Es wurde angeregt, sich in Folgeseminaren weiter mit dem Thema zu befassen, da viele der vorgestellten  Aspekte des Rechtsextremismus in der Kürze der Verfügung stehenden Zeit nur ansatzweise behandelt werden konnten.

VB

 

Von: th

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